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Arbeitsförderbetrieb gGmbH
Hohenstaufenring 2a
67547 Worms

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Angebot
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Aktivierung

Zielsetzung:

Unter Berücksichtigung der Leistungsfähigkeit der Teilnehmenden, bieten wir den Zugang zu Qualifizierungsbausteinen die inhaltlich, zeitlich und organisatorisch differenziert eingesetzt werden können. Für diejenigen Teilnehmenden, für die eine reguläre Ausbildung zu komplex erscheint, können niederschwellige Angebote zum Erwerb von Qualifikationen gemacht werden, die sich inhaltlich an den Ausbildungsrahmenplänen für Helferberufe orientieren. Bei der konkreten Umsetzung vor Ort ist für uns in erster Linie die Auswahl geeigneter Arbeitsaufträge oder die Entwicklung von Projekten zum Erlernen der vorgegebenen Tätigkeiten bedeutend.

Das Lernen durch Auftragsorientierung oder konkrete Kundenaufträge soll dabei im Vordergrund stehen.

Zielgruppe:

Unsere Zielgruppen sind besonders häufig von krisenhaften Ereignissen – dem „emotionalen Ausnahmezustand“ – betroffen, da sie einerseits aufgrund einer schlechten sozialen Integration nicht gelernt haben Krisenbewältigungsmodelle anzuwenden bzw. zu übertragen und andererseits gerade an einer höchst krisenbehafteten Entwicklungsstufe – dem Erwachsenwerden – stehen.

Hilfestellung:

Deshalb machen wir den Teilnehmenden Angebote, die gleichzeitig der Prävention dienen und aktuell drohende Abbrüche verhindern sollen:

  • Krisenintervention
  • Konfliktbewältigung
  • Entwicklungsfördernde Beratung und Einzelfallhilfe
  • Verhaltenstraining
  • Suchtprävention
  • Angebote zur Förderung der Selbständigkeit

Misserfolg erzeugt meist Verhaltensmuster die sich in einer Verweigerungshaltung auszeichnen. Dies erfordert neue Vorgehensweisen in der Gestaltung der Maßnahme. Unsere Vorgehensweise bei einem Jugendlichen der bereits den Hauptschulabschluß nicht erreichen konnte und in der Folge auch in berufsvorbereitenden Bildungsaßnahmen in relativ kurzer Zeit scheiterte, besteht darin, die in der Vergangenheit erlernten Verhaltensmuster zu durchbrechen und mit dem Jugendlichen neue realistische Ziele zu erarbeiten und umzusetzen.

Hierzu bedarf es einer gewachsenen vertrauensvollen Betreuung deren wir zu Beginn der Maßnahme den erforderlichen Raum einräumen. Der Jugendliche darf nicht verlorengehen. Deshalb wird seine Persönlichkeitsstruktur erstmal als „sein Status“ akzeptiert und nicht gegen, sondern mit diesen Status gearbeitet.

In dieser Phase gehen wir den Weg der kleinen Schritte (kommt der Jugendliche in zwei von fünf Arbeitstagen pünktlich, kann dies schon ein Erfolg sein) verbunden mit einem festen Betreuungsrahmen, der den Jugendlichen jedoch nicht einengt. Dieser Betreuungsrahmen beinhaltet im Bedarfsfall auch eine abholende Betreuung. Mit dem Jugendlichen werden klare Strukturen entwickelt und in Gesprächen aufgezeigt, dass er als Person akzeptiert wird und wir seine berufliche Zukunft ausschließlich mit ihm gemeinsam gestalten können. Erfahrungen aus ähnlichen Maßnahmen in der Vergangenheit zeigen, dass dieses „Einstiegsmodell“ viel Zeit und viel Belastungsresistenzunseres Personals voraussetzt, jedoch in seiner Konsequenz zu einer intrinsischen Motivation bei dem Jugendlichen führt. Der weitere Verlauf der Maßnahme ist bestimmt mit der gezielten Heranführung an die Arbeitswelt.

Auf Grund der gewachsenen Vertrauensbasis ist es möglich, Defizite die einem Ausbildungs- bzw. Arbeitsverhältnis im Wege stehen, mit dem Jugendlichen zu besprechen ohne ein direktes Fluchtverhalten zu erzeugen. Der Jugendliche wird nun auch vermehrt in Verantwortung genommen und erhält eine wöchentliche Leistungsbeurteilung seines Arbeitsverhaltens. Rückfälle in alte Verhaltensmuster werden in unserer methodischen Vorgehensweise zu jedem Zeitpunkt in Betracht gezogen und direkt bearbeitet, oftmals sind sie für den Jugendlichen sogar ein wichtiger Lernprozess für seine Integration.

Betreuer:

Die arbeits- und sozialpädagogische Betreuung hat die Aufgabe, die Teilnehmenden während der Maßnahme bei der Stärkung ihrer Selbsthilfekompetenzen zu unterstützen und sie zu befähigen, diese im Anschluß auch zu übertragen. Im Zentrum steht dabei die Einwirkung auf die Arbeitshaltung bzw. Motivation der Teilnehmenden. Unser Team betrachtet Persönlichkeit und Arbeitshaltung nicht gesondert, sondern legt sein besonderes Augenmerk auf die Interaktion, in der diese beiden Anlagen zueinander stehen. Dies bedeutet in der Umsetzung, dass das Team der Fachanleitung, Lehrkraft und Sozialbetreuung basisdemokratisch und mit Überschneidungen in den Zuständigkeitsbereichen arbeitet. Bei einem Arbeitsprojekt wie z. B. im Projekt „Selbst zubereitet schmeckt am besten“ geschieht dies in der Form, dass die Fachanleitung, die Lehrkraft und die Sozialbetreuung gemeinsam vor Ort in der Küche tätig werden. So entsteht eine enge Verzahnung des Teams und dessen Arbeit. Die Sozialbetreuung erlebt den Teilnehmenden im Arbeitsprozess und kann die daraus gewonnenen Erkenntnisse in seine Sozialarbeit übertragen. Gleichfalls werden Fachanleitung und Lehrkraft eng in die laufenden Prozesse innerhalb der Sozialbetreung mit eingebunden und können dadurch auf Problematiken im Arbeitsverhalten der Jugendlichen emphatischer reagieren.

Anzahl der Teilnehmenden: Maximal 20

Laufzeit der Maßnahme: 1. Juli 2011 bis 30. Juni 2013

Ansprechpartnerin:

Janina Becker
Dipl. Soziologin
Tel: (06241) 26 66 79
E-Mail: janina.becker@afb-worms.de